Wirtschaft

Oracle-Aktie: Über 10 Jahre erstaunliche Gewinne

Sophie Richter14. Juni 20262 Min Lesezeit

Die meisten Menschen denken, dass Technologieaktien wie die von Oracle immer eine sichere Anlage sind. Schließlich dominieren große Namen wie Apple und Microsoft die Schlagzeilen mit ihren schnell wachsenden Kursen. Doch wenn wir einen genaueren Blick auf die Oracle-Aktie werfen, merken wir, dass das Bild nicht ganz so einfach ist, wie es scheint. Die Realität ist, dass ein Investment in Oracle vor 10 Jahren möglicherweise nicht den erhofften Gewinn abgeworfen hätte.

Warum die Erwartungen trügen können

Zunächst einmal war Oracle jahrzehntelang ein stabiler Player im Bereich der Unternehmenssoftware. Doch in den letzten zehn Jahren musste das Unternehmen gegen deutlich stärkere Konkurrenz ankämpfen, insbesondere von neueren Cloud-Anbietern. Während Oracle sich zwar auch in die Cloud bewegt hat, waren die Anfänge schwierig und die Idee, dass die Aktie in dieser Zeit stark gewachsen wäre, ist eher optimistisch. Die Aktie hat in den letzten zehn Jahren eine gemischte Bilanz gezeigt. 2013 war der Kurs etwa $33, und heute liegt er um die $90. Ein ansehnliches Wachstum, aber nicht mehr als das, was man bei einer aktiven und innovativen Tech-Firma erwarten würde.

Ein weiterer Punkt, den viele Investoren übersehen, ist die Dividendenpolitik von Oracle. Im Vergleich zu stark wachsenden Tech-Unternehmen hat Oracle über die Jahre eine konservative Dividendenstrategie verfolgt. Man könnte sagen, dass das Unternehmen nicht so sehr auf schnelles Wachstum, sondern auf nachhaltige Erträge setzt. Das führt dazu, dass die Renditen nicht immer so hoch sind, wie man sie von anderen Aktien erwarten würde, die im gleichen Zeitraum sprunghaft gestiegen sind.

Ein dritter Grund ist die Tatsache, dass der Markt tendenziell heftig schwankt. Wenn man sich die letzten zehn Jahre anschaut, sieht man, dass die gesamte Tech-Branche von vielen Höhen und Tiefen geprägt war. Oracle war da keine Ausnahme – zeitweise stiegen die Kurse sprunghaft, nur um dann wieder abzufallen. Wenn man also auf eine konstante Rendite gewartet hat, könnte man enttäuscht worden sein.

Was die konventionelle Ansicht richtig sieht

Es gibt jedoch auch Aspekte, die die konventionelle Ansicht über Oracle unterstützen. Zum Beispiel: Oracle hat sich als einen verlässlichen Anbieter von Softwarelösungen etabliert, die in vielen Unternehmen weltweit eingesetzt werden. Die stabilen Einnahmen aus diesen Produkten sind eine solide Grundlage. Und trotz der Herausforderungen hat Oracle es geschafft, sich in einem sich schnell verändernden Markt zu behaupten.

Die ursprüngliche Annahme über Oracle als sichere Investition mag also in vielen Aspekten zutreffen, jedoch ist die Vorschusslorbeeren, die der Aktie in den letzten Jahren zugesprochen werden, unvollständig. Ein Investment in Oracle kann immer noch lohnenswert sein, doch die damit verbundenen Risiken und Unwägbarkeiten sollten nicht unterschätzt werden. Denn in der Welt der Technologieaktien gibt es keine Garantien, und oft sind die besten Gelegenheiten nicht die offensichtlichsten. Betrachtet man die zehnjährige Entwicklung der Oracle-Aktie, so wird schnell klar: Es braucht mehr als nur einen guten Markt und einen großen Namen, um erfolgreich zu investieren.

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